Die Offene Hand - "Jede Stimme zählt!" Folge #32

Shownotes

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Credits Podcast: Jede Stimme zählt! Host: Isabella Herzig Gast: Dr. Jan Michalsky & Christoph Martin Produktion: Herzig-EQ

Transkript anzeigen

00:00:00: Jede Stimme zählt, der Podcast rund um emotionale Intelligenz und Wirkung.

00:00:05: Diese Woche mit Dr.

00:00:07: Jan Michalski und Christoph Martin.

00:00:09: Herzlich willkommen bei.

00:00:10: jede Stimme Zählt dem Podcast rundum Emotionale Intelligenz und Wirkung!

00:00:16: Mein Name ist Dr.Jan Michalsky.

00:00:17: ich bin promovierter Linguist und mein Spezialgebiet ist die kommunikative Empathie und die Wirkung der Stimme Und ich arbeite als Lehrer an einer Pflegeschule, an der Berufsfachschule für Pflegekräfte in Siegheb.

00:00:29: Als Lehrer für Deutsch und Kommunikation und Wert und Norm!

00:00:33: Ich bin heute euer Host, denn wir haben wieder eine kleine Sonderfolge.

00:00:37: Denn mein wundervoller Co-Host Isabella Herzig ist heute nicht dabei.

00:00:41: stattdessen habe ich den nicht weniger Wundervollen Christoph Martin wieder bei mir zu Gast.

00:00:46: Christoph, magst du denen von unseren Zuhörern und Zuschauern die dich noch nicht kennen?

00:00:50: Einmal ganz kurz erzählen wer du bist...

00:00:53: Ja in aller Kürze, genau.

00:00:54: Danke Jan!

00:00:56: Ich bin seit zwanzig Jahren im Pflegeberuf tätig, anfänglich in der direkten Versorgung als Krankenpfleger und habe mich dann weitergebildet im Management-Bereich zu der zweiter gebildeten pädagogischen Bereich und ich bin jetzt mit dir zusammen an dieser Berufsfachschule für Pflege tätig hier im Landkreis Diebolz.

00:01:18: Ja, wunderbar.

00:01:18: Also Christoph du bringst reichliche Erfahrungen aus der Praxis in der Pflege mit dir auch im Management Bereich und jetzt eben auch im pädagogischen Und da arbeiten wir ja seit ein bisschen über zwei Jahren zusammen und Christoph war jetzt schon zweimal hier und Wir haben ganz viel darüber geredet.

00:01:35: was können eigentlich so Menschen die nicht aus dem Pflegeberuf kommen eigentlich über Pflege lernen gerade was emotionale Intelligenz Empathie eben auch die kommunikative Wirkung angeht.

00:01:48: Und man kann so ein bisschen die beiden Folgen, die wir bis jetzt hatten als Intro für die heutige Folge verstehen.

00:01:55: Denn was Christoph und ich unter anderem in unserer Arbeit an der Pflegeakademie entwickelt haben ist... Ja, wir sind immer noch so ein bisschen dazwischen.

00:02:07: Wir sagen in Kommunikationsmodellen eine Kommunikationskonzept.

00:02:12: Du verwendest gerne auch noch das Wort Manifest und ich vergewende gerne das Wort Philosophie.

00:02:18: Und das soll eben auch schon.

00:02:20: das Deutet darauf hin was es eigentlich ist, was wir da zusammen gemacht haben.

00:02:24: Da haben wir jetzt ja über die letzten Jahre meine Erfahrung aus der Forschung mit deiner reichhaltigen Erfahrungen aus der Praxis verbunden und es war ein erster Linienansatz um eben die Kommunikation von Pflegekräften zu schulen, unsere Auszubildenden auf den kommunikativen Alltag vorzubereiten.

00:02:44: Und wir merken jetzt aber immer mehr auch gerade durch das Feedback darüber hinaus außerhalb der Pflegebubble dass es einen Kommunikationsansatz ist und ich zitiere dich da immer gerne das was du letztes mal am Ende des Workshops gesagt hast wenn alle Menschen nach der offenen Hand kommunizieren würden, dann hätten wir Weltfrieden.

00:03:04: Und ich finde das immer so ein schön polemischen Einstieg.

00:03:09: und bevor wir uns damit beschäftigen was ist eigentlich die offene Hand?

00:03:12: Was heißt eigentlich Kommunikation mit der offenden Hand?

00:03:15: würde ich dich gerne einmal als emotionalen Impuls fragen Wir arbeiten jetzt schon eine ganze Weile daran was für dich bedeutet dieses Modell diese offener Hand?

00:03:29: Okay, ja die Bedeutung des Modells würde ich mal beschreiben als ein Sammelsurium aus all dem was wir an wichtig empfinden im Rahmen von Kommunikation und vor allem gelingender Kommunikations.

00:03:46: Also wir haben uns damit beschäftigt wie kann ich Kommunikion auf verschiedenen Ebenen durchführen?

00:03:55: professionell durchführen.

00:03:56: Wir haben ja letzte Mal auch schon über therapeutische Kommunikation und so weiter gesprochen, weil diese Dinge spielen eine große Rolle.

00:04:02: und wie kann ich das jetzt bewusst machen?

00:04:03: Und wir haben ja gemerkt in der Theorie wir ganz viel über Kommunikationstechniken gesprochen sagen wir mal aktives Zuhören oder gewaltfreie Kommunikion zum Beispiel.

00:04:17: Und wir aber auch gemerkt dass sich die Auszubildenden ganz schwer damit tun das wirklich umzusetzen.

00:04:23: Also es geht ja gar nicht darum, das zu verstehen.

00:04:26: Das ist gar nicht so komplex.

00:04:28: Aber das wirklich anzuwenden und den Alltag zu integrieren bedarf ja immer irgendwie eines Theorie-Praxis-Transfers... ...und der Anwendung in der Praxis und der Übung.

00:04:39: Und da haben wir schon gemerkt dass das eine riesen Hürde ist.

00:04:42: Also sowieso immer schwierig Theorie-, Praxistransfer vernünftig durchzuführen aber in dem Fall nochmal schwieriger noch größere Hürden weil die meisten Menschen das halt einfach gar nicht bewusst machen.

00:04:54: Und da haben wir uns ja überlegt, wie kann man das irgendwie gut hinkriegen und was gehört eigentlich alles zu?

00:05:02: Ja.

00:05:02: Und irgendwann ist dann dieses Konzeptmodell Manifest entstanden.

00:05:05: Wir haben ja gerne über Manifests gesprochen müssen aber glaube ich schon wenn wir jetzt mal ehrlich mit uns selbst sind sagen es ist ein Konzept am Ende wahrscheinlich eher Wenn wir damals von der Wortherkunft sprechen wollen weil uns vor allem daran gelegen ist dass diese ganzen Ideen handhabbar und umsetzbar machen.

00:05:33: Das würde ich sagen, so könnte man es ganz gut zusammenfassen.

00:05:38: Du bist ja jetzt super schon von zwei unterschiedlichen Richtungen gekommen, dass wir auf der einen Seite das Problem in Anführungszeichen haben.

00:05:44: Wenn ich nur die wunderbar handhabbaren Techniken lerne dann fehlt mir irgendwas dahinter weil die Techniken unterfüttert werden müssen von dem worüber wir auch hier schon oft gesprochen haben von einer Haltung und von einer Einstellung dahinter.

00:05:56: Und auf der anderen Seite haben wir das Problem Dass wir diese Haltung Einstellungen oder diese Herausforderung, dass Wir diese Haltung Einstellung haben.

00:06:02: und die Frage ist wie machen wir die Handhaber?

00:06:04: Und genau das ist es wo ich auch im großen Vorteil von der offenen Hand sehe, das miteinander zu verbinden.

00:06:12: Technik haltungsbasiert zu machen und Haltung gleichzeitig technisch umsetzbar zu machen?

00:06:18: Genau!

00:06:19: Also auch unser Schlagwort.

00:06:21: was wir in den Fortbildungen auch bisher genutzt haben so dieses Haltung vor Technik.

00:06:25: ich glaube dass sagt halt auch nochmal ganz viel.

00:06:28: es geht nicht darum meine Technik zu lernen ein Konzept zu lernen sondern sich da so intensiv mit zu beschäftigen dass man dadurch eine Haltung gewinnt.

00:06:35: zu dem Thema.

00:06:36: genau dadurch kann man offenhand quasi mehr so als Haltungstraining, als Einstellungstraining betrachten.

00:06:42: Und das passt natürlich super zu den Themen die wir hier auf dem Podcast auch schon hatten weil Isabella und ich auch immer wieder genau darüber reden dass wir sagen Die Haltung muss eigentlich darunter liegen muss zuerst entwickelt werden.

00:06:53: und Ich habe gerade ein super schönes Beispiel was sich das grade in den letzten Wochen ergeben hat Dass ich mit einem Kumpel darüber geredet hab der Gerade versucht diese Techniken anzuwenden um um Beziehungskonflikte zu entschärfen.

00:07:08: Und kam total frustriert und sagte so, ich habe jede Technik angewendet!

00:07:12: Ich hab aktives Zuhören gemacht und meine Bedürfnisse artikuliert und sowas... Das hat überhaupt nicht funktioniert.

00:07:17: das ist einfach nur schlimmer geworden und meine Freundin hat gesagt du klingst wie so ein Apparat der das einfach nur wieder gibt und wo ich denn auch nur gedacht habe an der Stelle ja genau dass es ist wenn ich die Techniken einfach nur anwende ohne Verstanden zu haben, warum die Technik eigentlich?

00:07:33: Warum ich die anwenden sollte was die Idee dahinter ist.

00:07:36: Die Idee hinter eines aktiven Zuhörens, die Idee hinter einem einer gewaltfreien Kommunikation.

00:07:41: denn es ist halt ja im Endeffekt nur das Ich bleib bei irgendwas nach ich hab irgendwelche schönen Phrasen die aber am endeffekt dann einfach auch nur wie eine gelernte technik aussehen.

00:07:52: Ja ganz genau

00:07:54: gut Dann lasst uns doch mal die leute nicht weit auf die folter spann normal einsteigen und so sagen Was heißt das eigentlich nacht offener hand zu kommunizieren?

00:08:02: Und die Idee dahinter ist ja erstmal, warum heißt es denn offener Hand?

00:08:07: Weil wir gesagt haben, die Basis überhaupt das... und wir kommen aus dem Bereich Praxisanleitung zum Beispiel.

00:08:14: Und Pflege sozusagen.

00:08:16: die Basiss für eine gute Pflege ist, dass erst mal eine Beziehung da ist.

00:08:21: Dass die Beziehungen zwischen dem Pflegenden und den Pflegeempfängerinnen da sind.

00:08:26: Die Basis für eine gute Praxanleitung ist eine Anleitungsbeziehung, das in irgendeiner Form eine Verbindung stattfindet, zwischen dem Ausbilder der Ausbilderin und den Auszubildenden sich eigentlich überall in unserer kommunikativen Haltung widerspiegeln muss, dass es nicht darum geht nur unseren Stoff rüber zu bringen oder unsere Botschaft irgendwie beim anderen zu vermitteln sondern das damit überhaupt irgendeine Botschaft vermittelt werden kann.

00:08:53: Muss erstmal dieser Kanal da sein diese Verbindung und dann wie gesagt das ist die Beziehung.

00:08:58: Und deswegen brauchen wir eine Art der Kommunikation, die diese Beziehung in den Vordergrund stellt.

00:09:04: Diesen Pakt, den wir miteinander haben und da sagen wir das ist quasi dieser Facebook, dass wir sagen ich habe mein Image was ich wahren möchte, meinen Bedürfnis nach Autonomie und Wertschätzung und du hast es!

00:09:16: In dem Moment wo ich nicht davon ausgehen kann, dass du Interesse daran hast dieses Bedürfeness zu wahren funktioniert Kommunikations nicht.

00:09:23: Das heißt, wir brauchen eine Möglichkeit zu kommunizieren die maximal wertschätzend Raumgebende Gesichtsschonend für den Anderen ist.

00:09:31: Und das ist es was die offene Hand ist!

00:09:33: Wir reichen jemand in die Hand anstatt mit der geballten Faust dazustehen und das ist ja das was wir gesagt haben so um wir sind in einer Situation ein bisschen angespannt ist möglicherweise auch Unsicherheit Konflikt da wir spannen uns erst mal an die hand geht zu Und damit wir aber offen miteinander kommunizieren können, muss die Hand erst mal aufgehen und das ist die Metapher, die ja dahinter steckt.

00:09:55: Ja ganz genau!

00:09:56: Das hat sich ja so ein bisschen entwickelt und war gar nicht so vordergründig der Urschleim des Ganzen, aber es ist eine wunderschöne Symbolik dahinter würde ich auch sagen.

00:10:07: Und durch das einzelne Öffnen der Finger- und den einzelnen Bereichen, die offene Hand sozusagen über die Finger vermittelt, können wir sozusagen die Hand öffnen.

00:10:19: In erster Linie uns dadurch dem anderen zuwenden und wenn wir das jetzt weiterspinnen jemandem halt genau die offene Hand reichen so im klassischen Sinne jemanden die Hand zu reichen.

00:10:30: Ja und da ist jetzt die Frage wie machen wir das denn?

00:10:33: Also für alle die da draußen jetzt zuhören um das eben auch handhabbar zu machen.

00:10:38: also ihr merkt ihr kommt in eine Situation Kommunikation mit dem Kunden, Kommunikations mit den Kollegen.

00:10:44: Mit dem Vorgesetzten als Vorgesetzter eben als Führungskraftkommunikationen mit den Mitarbeitenden und ihr merkt die Situation ist gerade nicht hundertprozentig reibungslos.

00:10:54: das ist schon mal der erste Punkt den wir brauchen.

00:10:56: man muss erstmal merken Die Hand ist nicht offen.

00:10:59: Also irgendwas ist grade im Raum irgendwas ist gerade in dieser Beziehung was dazu führt dass ich mich voll in diese Beziehungen rein geben kann weil irgendwas in mir sich anspannt und die hand geht zu.

00:11:10: Und der erste Punkt ist zu merken, die ist ja gar nicht offen.

00:11:14: Ich kann dem anderen gerade nicht kooperativ die Hand reichen weil irgendwie ein Finger oder schlimmstenfalls eben alle Finger zu sind und ich damit der Faust stehe.

00:11:23: Dann muss sich die erstmal aufmachen.

00:11:25: da haben wir fünf Finger das sind unsere fünf Schritte und die wollen wir jetzt einmal zusammen ganz oberflächlich aber so damit ihr eine Idee davon bekommt mal zusammen durchgehen.

00:11:35: Christoph möchtest du den Anfang machen?

00:11:38: Ja, gerne.

00:11:39: Also im Grunde ist der Anfang... ...der gesetzt werden muss.

00:11:45: immer haben wir gesagt dass man seine Biasis checkt.

00:11:48: also welche automatischen Zuschreibungen habe ich einer Person gegenüber?

00:11:53: Welche Stereotypen die ich in einer Person sehe?

00:11:56: zum Beispiel und wenn ich mir dessen bewusst werde es geht ja gar nicht darum ... wenn wir jetzt in diesen Schubladenbild machen.

00:12:08: Es geht ja gar nicht darum, dass sich jemand aus der Schublade herausholt... ... sondern mir dessen bewusst mache das ich ihn in eine Schublada gesteckt habe.

00:12:16: und welche Schublata ist das?

00:12:19: Das wäre so der erste Schritt!

00:12:21: Und ich glaube das ist auch mit der schwierigste Schritt.

00:12:26: Weil erstmal weil es der Erste ist, weil du gerade schon sagtest,... ..."ich muss mir am Anfang erst mal klar werden darüber...".

00:12:32: "...dass irgendwie die Hand

00:12:33: zugeht.".

00:12:34: und der Schritt von die Hand ist zugegangen, ich mache mir jetzt ganz bewusst Gedanken darüber.

00:12:39: Gibt es irgendetwas?

00:12:41: Irgendein Grund warum mich diese Hand geschlossen habe im Kontext von hab ich irgendeine automatische Zuschreibung dieser Person gegenüber?

00:12:50: hat sie mich schon fünfmal zu einem gewissen Thema geärgert oder was auch immer?

00:12:58: hat mich das irgendwo in irgendeiner Form gestört?

00:13:04: Ja, auch so Dinge wie geschlechtsspezifische Zuschreibungen.

00:13:08: Also dass ich mir den wirklich bewusst mache.

00:13:10: woran kann das jetzt liegen?

00:13:12: Dass ich meine Faust geschlossen habe.

00:13:14: Kann daran liegen, dass diese Person gewisse Schubladen in meinem Denken nicht geöffnet hat aber ich sie sozusagen in diese Schubladen gesteckt hab.

00:13:27: Vielleicht kannst du es noch mal ein bisschen ergänzen.

00:13:29: Du hast ja auch nochmal eine sehr speziellere spezielleren Zugang zu dem Bayeris.

00:13:37: Ja, ich finde das ist für mich das auch wo die offene Hand halt so super ist dass sich gesagt habe Ich komme ja eigentlich aus diesem rein linguistischen Bereich durch meine ganze Herkunft mit meiner fachliche Ausbildung und bin eigentlich durch den Lehrerberuf erst in diesen ganzen Werte und Normen zweig reingerutscht und hab jetzt erstmal die ersten Jahre getrennt unterrichtet als zwei Sachen, die nichts miteinander zu tun haben.

00:14:03: Ich habe auf der einen Seite Deutsch, da mache ich Kommunikation und ich hab auf der anderen Seite Wert und Normen, dann mach'e ich Ethik-und Weltanschauung und so was... Und diese Idee dass du das eigentlich gar nicht getrennend machen kannst, dass du Persönlichkeit und Reflexion gar nicht machen kannst ohne auch Gesellschaft gar nicht Machenkanz ohne Kommunikations-, und KommunikATION aber gar NICHT MachenKanz ohne Selbstreflexion.

00:14:23: Das hat für mich erstaunlich lange gebraucht, um zu merken dass ich nicht nur die beiden Themen miteinander verbinden kann sondern es ist zwangsläufig notwendig ist die miteinander zu verbinden.

00:14:33: Und ja da kommt jetzt dieser Bayes-Bereich auch rein und du hast das schon schön gesagt das sind eben automatische Zuschreibungen!

00:14:42: Das ist nichts wo wir drauf gucken und wir reflektieren das durch und sagen der kommt in die Schublade und der kommt jetzt in die schublade.

00:14:48: Sondern das macht unser Gehirn ja automatisch Und das ist ja eben, dass FISA an diesem Bayes ist.

00:14:53: An diesen kognitiven Verzerrungen wie es hier auch mal manchmal genannt wird Das alles im Hintergrund abläuft und wir werden ausserdurch durch viel Training Erstmal nicht merken hoch da habe ich ein bayes.

00:15:07: Sondern Wir merken meistens erst wenn die Wenn die kommunikation schon ins stocken geraten ist dass wir einen eine verzerrung hatten Eine annahme über die die kommunikation hatten die dahinter liegt Genau, was...

00:15:23: Wer kann ich noch mal kurz einsteigen?

00:15:26: Wir haben ja auch gesagt Haltung vor Technik und das heißt ja auch sind wir uns ja auch ganz im Klaren darüber dass sich in dieser Situation nicht von null starten kann mit dieser Technik.

00:15:35: Ich kann diese Technik auf eine Hand nehmen und einfach in einer Situation anfangen damit es funktioniert nicht.

00:15:42: Ich brauche die Haltung offener Hand.

00:15:45: also ist es ja im Grunde die Frage Wie gut habe ich mich im Vorfeld immer schon mit all diesen Personen, die mich so umgeben.

00:15:53: Auseinander gesetzt.

00:15:54: und wie klar bin ich mir eigentlich über die Schubladen, in denen ich die alle stecke?

00:15:56: Das ist ja schon mal ein erster Schritt.

00:15:59: Wenn ich das mache dann hab' ich ja schon eine viel bessere Grundlage... ...in so einer Situation damit umzugehen.

00:16:05: Aber jetzt nochmal die Frage an dich vielleicht macht es das noch einmal für... ...all die, die das überhaupt nichts damit anfangen können?

00:16:11: einfacher werden wir gesagt Kommunikationstechniken funktionieren nicht einfach so.

00:16:16: Vielleicht kannst du ja mal als Beispiel kurz reinwerfen, wieso würde Aktives Zuhören nicht funktionieren?

00:16:23: Wenn ich eine kognitive Verzerrung habe in dem Moment.

00:16:26: Wenn ich jemandem in eine Schublade gesteckt hab.

00:16:29: Wo könnte da vielleicht... wenn wir nur diesen einen Fingern nehmen sozusagen die Kommunikationstechnik scheitern.

00:16:36: Hast Du da ne schöne Idee zu?

00:16:38: Super Frage!

00:16:39: dass es jetzt drehen wir den Spieß um.

00:16:42: Jetzt hast du mich kalt erwischt, aber ist eine schöne Frage.

00:16:46: ich würde ganz kurz noch mal einen Punkt aufgreifen weil du den gerade gesagt hast sich nicht nur vor damit auseinander zu setzen was könnte ich für Bayes das haben?

00:16:54: sondern sogar noch ein Schritt weiter zurück sich bewusst zu machen, dass wir alle Biasis haben.

00:16:59: Dass wir alle Schubladen haben also sich auch bewusstzumachen.

00:17:02: ich bin nicht objektiv das kann ich gar nicht!

00:17:04: Ich habe diese Schubladen das ist angeboren ansozialisiert das unser Gehirn versucht Sachen in Kategorien zu denken und es geht gar nicht darum sich auf dafür zu verurteilen dass wir das haben sondern vollkommen erstmal zu akzeptieren oder vielleicht auch mit ein bisschen Neugier ranzugehen und zu sagen wo könnte ich denn da eventuell was haben?

00:17:21: Was mir noch gar nicht bewusst ist Und da eben auch so die Negativität rauszunehmen, zu sagen, oh nein ich darf jemand nicht in der Schublade stecken.

00:17:29: Sondern wir machen das alle!

00:17:30: Die Frage ist wie gehe ich damit um?

00:17:33: Und jetzt zu deiner Frage mit dem aktiven Zuhören... Es gibt ja eine ganze Reihe an Bias und wir können jetzt hier also was du gesagt hast Stereotypisierung, dass ich Leuten in Schublaib stecke ist ja eben einer davon.

00:17:46: Dass ich zum Beispiel die erste Informationen, die ich über jemanden erhalte, dass sich deren höheren Stellenwert gebe und alles danach.

00:17:53: denn vor dem Hintergrund dieser einen Information dieses ersten Eindrucks bewährte das es ja zum Beispiel auch ein Bias ein Bayes der glaube ich dafür besonders relevant ist, ist dieses... Ich bin einzigartig und keiner ist so wie ich.

00:18:08: Also keiner kann genau nachvollziehen wie ich mich fühle und wie es mir geht.

00:18:15: Und auf der anderen Seite und das sind zwei die so richtig schön zusammenspielen Die Idee und dann wird sich jetzt vermutlich der eine oder andere von den Hörerinnen hier auch ertappt fühlen.

00:18:26: Ich gehe häufig davon aus dass die Anderen sehen bühren können müssten, wie es mir gerade geht.

00:18:33: Dass jemand dann irgendwie mich fragt ob ich das auch noch erledigen kann und ich werde innerlich aggressiv weil ich dachte du weißt doch dass ich gestresst bin!

00:18:39: Du weißt auch dass ich keine Zeit habe Und wir nicht denken so vielleicht weiß der das gar nicht und meint das grade nicht böse.

00:18:45: Sondern ich kann mir einfach nicht vorstellen dass er diese für mich offensichtliche Informationen hat.

00:18:50: Und das ist natürlich gerade beim aktiven Zuhören super wichtig Denn das soll das aktive Zuhörn ja machen Es soll dem anderen zeigen was nämlich war Was fühle ich Und da muss ich natürlich aus diesem... Ich bin einzigartig raus und dem anderen eben auch zeigen, ja da haben wir Gemeinsamkeiten.

00:19:06: Da fühle ich das nach was du gerade empfindest.

00:19:10: Das sind zwei Bias.

00:19:10: ist es die mich da blockieren können dass ich auf der einen Seite sage ich muss das ja nicht, der andere weiß das schon.

00:19:16: Auf der anderen Seite dann sage so Ja der andere denkt er is eben in seiner Natur einzig-artig.

00:19:22: Und das muss ich berücksichtigen wenn ich sage hier guck ich spiegel dir das wieder Du bist nicht allein damit Und da, das sind zwei Beispiele wo beim aktiven Zuhören glaube ich Bayer ist eine ganz wichtige Rolle spielen.

00:19:36: Schön!

00:19:36: So, Bayerses können wir noch ewig darüber reden gibt ganz viele dazu.

00:19:39: einen den viele da draußen kennen ist zum Beispiel auch der Dunning Krüger Effekt is ein ganz wichtiger bayis dass ich Kennt ihr vielleicht, wenn ich mich mit einem Thema auseinandersetze und werde kompetenter in diesem Thema?

00:19:55: Dann komme ich irgendwann an den Punkt.

00:19:57: Und da haben wir auch darüber geredet.

00:19:58: das ist etwas was wir nach Ausbildung immer super schön sehen können dass sie so wie hast du gesagt wenn die aus dem ersten Praxiseinsatz rauskommen und so dass sie eine punkt sind wo sie denken ja ich kann schon richtig viel Ich habe so richtig was gelernt ich bin kompetenter drin und dann werden Sie kompetenta und das Gefühl der Kompetenz geht aber runter Und das ist ja ein großes Problem, was wir in der Welt haben.

00:20:19: Dass sie so sagen, ich werde kompetent, jetzt fühle ich mich sehr kompetend und dann fange ich an einen YouTube-Kanal darüber zu machen oder ein Podcast da drüberzumachen weil ich ja so kompetenter drin bin und das schon weiß und erst wenn ich mich denn länger damit beschäftige merke, uuh!

00:20:36: Da gibt es noch ganz viel, was sich nicht weiss und dann beginnt erst die richtige Kompetenz an.

00:20:42: Ja und wir sehen hier oben nicht dass das Tal kommt.

00:20:46: Wir halten uns ja für kompetent.

00:20:49: Vielleicht können wir Bayeris noch mal kurz zusammenfassen, also wir haben Bayers als etwas wo wir uns im Alltag drüber bewusst machen müssen, dass wir die haben automatisch, dass sie jedem Menschen irgendwelche Zuschreibungen geben.

00:21:02: Wir müssen uns darüber bewusstmachen welche das sind, dass es so ist damit wir dann in so einer Situation relativ schnell auf unsere Erfahrungen zurückgreifen können.

00:21:10: So könnte man vielleicht sagen

00:21:13: und ich habe Gestern tatsächlich noch mal eine schöne Zusammenfassung gelesen, wie man diese Bayes-Frage so auf den Punkt bringen könnte.

00:21:21: Und das ist im Prinzip in der Frage was von dieser Situation beobachte ich gerade und was interpretiere ich?

00:21:29: Also ist das, was ich wahrnehme, dass was grade is', was auch immer objektive Realität ist – das ist ja ne ganz andere Frage -, aber was davon ist grad?

00:21:36: eventuell nur da weil ich es interpretiere?

00:21:39: Werde ich wirklich beleidigt?

00:21:40: Ist er wirklich arrogant?

00:21:41: oder ist das nur das was mein Gehirn macht, weil jetzt ne Schublade aufmacht?

00:21:45: So,

00:21:46: erster Finger ist weg.

00:21:47: Wir haben uns unsere Baie zusammengepuckt.

00:21:49: Dann zweiter Finger!

00:21:52: Ja, zweiter Finger da haben wir die Trigger.

00:21:54: Ich denke viele können was mit dem Wort Trigger anfangen.

00:21:57: also irgendetwas triggert mich und du hast das gerade schon mal so ein bisschen am Rande erwähnt.

00:22:04: Also irgendwas stört mich auch so ein Stück weit aber jetzt mal ganz speziell zu überlegen In der Situation, aber auch da ist es wichtig sich im Vorfeld schon miteinanderzusetzen um diese Haltung zu entwickeln.

00:22:15: Also was sind eigentlich meine Trägerpunkte?

00:22:18: Was stört mich extrem und das können ganz einfache Sachen sein.

00:22:22: Das kann so etwas sein wie zu spät zu kommen.

00:22:24: Das kann etwas sein Wie bestimmte Töne in der Kommunikation die mir missfallen Die Art und Weise wie jemand anders kommuniziert Erfahrungen gemacht habe in meiner ganzen Sozialisation, die mich sozusagen zu einem gewissen Träger führen.

00:22:45: Und dann merkt man schon es geht nicht nur um den Moment sondern es geht darum, man muss sich im Vorfeld schon sehr intensiv mit seinen eigenen Trickern auseinandersetzen, um die dann in dieser Situation spüren wahrnehmen zu können und möglicherweise im besten Fall ein Stück weit zu unterdrücken oder sozusagen Skills im Umgang damit anzuwenden, die man sich im Vorfeld sozusagen angeeignet hat.

00:23:15: Auch bei den Triggern bist du wieder derjenige von uns beiden, der sich da sehr intensiv miteinander gesetzt hat und ich denke auch da wirst du noch mal ein bisschen mehr zu sagen können als ich vielleicht.

00:23:28: Das sind ja so meine beiden Finger der offenen Hand – die Biasis und die Trigger.

00:23:33: Ganz wichtig an dieser Stelle ist vor allem dieser Triggerbegriff.

00:23:39: Es kommt ja gerade so mehr aus dem PTBS-Bereich, dass wir sagen da triggert mich etwas und es löst tatsächlich diese wirklich traumatische Erinnerung aus.

00:23:49: Und das wird ja auch oft kritisiert, dass der Begriff Trigger, dass die Leute zu willkürlich damit um sich werfen, den zu leichtfertig gebrauchen.

00:23:57: Ich finde schon, dass mir glaube ich diese zwei Sachen unterscheiden müssen was halt ein richtiger PTBS Trigger ist und die Trigger von denen wir jetzt hier reden.

00:24:06: Ich find aber durchaus dass dieser begriffene Berechtigung auch im normalen Sprachgebrauch hat, weil ein Trigger im Wesentlichen ja beschreibt wir haben eine starke emotionalaffektive Aktivierung.

00:24:19: Also irgendwas trifft uns emotional sehr stark.

00:24:22: und dann zu sagen nee das ist noch kein Trigger!

00:24:27: Ist halt die Frage woran macht man das denn fest?

00:24:28: In dem Moment wo etwas einen emotionalen Auslöser bringt so dass ich nicht mehr in einem sagen wir jetzt mal emotional neutral also in einem bereich bin indem ich emotional noch so reguliert bin dass sich vollkommen rational denken kann sondern das mich irgendwas aus dieser ruheposition raus bringt und ich emotional aktiviert bin und das mein mein rationales handeln beeinflusst.

00:24:54: ist ja eine Ursache dafür Misskommunikation.

00:24:57: Weil sagen, ich kann jetzt nicht mehr so reagieren wie ich eigentlich nüchtern reagieren würde sondern Ich bin emotional auf jeden Fall gerade beeinflusst und alles das was dafür sorgt dass uns das aus diesem emotionalen Ruhezustand rausbringt ist halt ein Trigger den wir erstmal in Extremform du hast jetzt grade gesagt wegdrücken.

00:25:15: In einigen Situationen ist es absolut notwendig dass wir sagen Das muss ich jetzt erst mal hier akut situationen wissen handeln Es muss erstmal beiseite Aber wir sagen dann eben eher regulieren müssen.

00:25:26: Du hast gesagt mit Skills, es gibt eine Reihe an Techniken die ich benutzen kann um ihn zu sagen, ich komme erstmal so einen Ruhezustand rein und dann kann ich erst wieder richtig handeln.

00:25:35: Genau, vielleicht nochmal zur Ergänzung in diesem Moment auch das haben wir bei den Beisen jetzt gerade noch nicht so kommuniziert.

00:25:43: aber... Auch da ist es gegebenenfalls relevant oder ich muss in dem Moment tatsächlich eine Exit-Strategie machen.

00:25:50: Also auch das ist ja in unserer Idee der offenen Hand ein Punkt, dass wir sagen wenn wir an einem dieser Finger merken Wir kommen damit jetzt nicht zurecht.

00:26:01: Dann brauchen wir die Exit-Strategie also sozusagen aus dieser Kommunikationssituation herauszugehen und zu sagen Das besprechen wir später oder, oder.

00:26:10: Also das kommt ja immer ganz drauf an was diese Situation noch her gibt.

00:26:13: aber ich glaube gerade bei den Trägern ist es schon ein ganz wichtiger Punkt weil der halt schon zu einer sehr emotionalen Reaktion führen kann natürlich und wenn ich mit diesem bewusst bin und merke ich schaffe jetzt nicht mich dazu regulieren dann ist da schon mal einen Punkt wo ich sagen müsste vielleicht Exit Strategie und in Ruhe nochmal drüber nachdenken bevor ich irgendetwas sage reagiere, dass möglicherweise zu noch mehr Misskommunikation führt.

00:26:41: Ja super wichtiger Punkt!

00:26:42: Es geht ja gerade immer um diese Reizreaktionsgeschichte.

00:26:47: Dieses schaffe ich es einen Augenblick des Überlegens zwischen das was mich triggert und meine Reaktion darauf zu bringen.

00:26:55: Und

00:26:57: wir haben ja diese Stressreaktionen einfach.

00:26:59: also in dem Moment wo mich etwas triggert bin ich ja emotional in einem Stresszustand Aktivierungsniveau bin ich ja gar nicht mehr in der Lage wirklich, also da wissen wir dann auch von der Gehirnaktivierung.

00:27:11: Da geht der Frontal Cortex runter, die Amygdala geht rauf das Gehirnen kann gar nicht mir richtig rational reagieren.

00:27:18: und denn eben auch und da sind wir wieder bei der Haltung es geht darum sich selbst auch zu kennen und seine eigenen emotionalen Zustände zu kennen Und eben nicht rational reflektieren zu müssen könnte mich das gerade verletzt haben sondern zu spüren Wow!

00:27:30: Ich bin grade bei achtzig Prozent emotionale Aktivierung.

00:27:35: diesen Finger kriege ich jetzt nicht auf.

00:27:37: Ich krieg mich gerade in dieser Gesprächssituation, nicht runterreguliert und dann eben auch zu sagen so okay das geht grade nicht wir müssen dieses Gespräch später fortführen.

00:27:47: es ist etwas was ganz viele Menschen nicht tun weil wir sagen wir müssen das ja jetzt lösen.

00:27:51: unser Gehirn sagt ja auch Panik!

00:27:52: Wir müssen eine Lösung finden und die Lösung ist in solchen Situationen ja ganz oft.

00:27:56: ich gehe erstmal raus für das Gespräch fort wenn alle wieder auf einer Baseline angekommen sind.

00:28:03: Genau, also die Idee ist oft sicherlich in dieser Emotion eine Botschaft vermitteln zu wollen.

00:28:08: Die unbedingt ankommen muss.

00:28:10: Absoluter... Ja!

00:28:11: Das wäre was Fatales sicherlich.

00:28:15: Was?

00:28:16: Beziehungsweise muss ich das um auf den Anfang zurückzukommen.

00:28:19: Muss sich das sozusagen bewerten auf der Beziehungsebene, auf der ich stehe.

00:28:25: Kann eine Beziehungen aushalten?

00:28:27: Eine Beziehungebene aushalten aber vielleicht auch nicht und das muss ich mir halt bewusst machen.

00:28:32: Und dann bist du nochmal wieder an einem Superpunkt, dass es nicht nur darum geht... ...dass wir eventuell gar nicht in der Lage sind die Botschaft gerade zu vermitteln, die wir vermittelen wollen.

00:28:41: Sondern das die Botschaft evtl.

00:28:42: gar nicht die Botsschaft ist, die Wir eigentlich vermittlen wollen weil wir eben nicht rational denken können grade in dem Zustand.

00:28:49: Ja

00:28:49: und das muss zum Beispiel was wir bei den Triggern immer wieder haben ist dieses riesige Phänomen der Projektion.

00:28:54: Also dieses riesigen Phänomene, dass die Verhaltensweisen, die uns halt teilweise denn auch durch Nicht ganz up to date Erziehungsmethoden eventuell abtrainiert wurden wie sei nicht so egoistisch sein ich so viel, seien ich so laut.

00:29:11: Dass genau diese Sachen uns bei anderen Menschen so massiv stören dass das halt auf einen ganz tiefen emotionalen Trigger stößt und was dann überhaupt nichts mit dem Verhalten des Anderen zu tun hat sondern komplett unser Ding ist und damit eben auch unsere Verantwortung dass wir Das runter regulieren müssen bevor wir darauf reagieren.

00:29:28: Ja und das ist etwas was sich definitiv nicht ad hoc machen kann.

00:29:32: Da muss ich mich vorher ganz intensiv damit auseinandersetzen mit mir selbst.

00:29:36: Ja,

00:29:38: so das waren die ersten zwei!

00:29:40: Jetzt schiften wir zu dir rüber.

00:29:42: Erster der dritte Finger den wir haben ist Kontext.

00:29:46: was heißt Kontext?

00:29:48: Kontext ja kontext in zweierlei Hinsicht.

00:29:52: überlegen wir uns wir sind eine Situation in der ich sozusagen meine Botschaft übermitteln will Denn es ist natürlich auch wichtig, in welchem Kontext sind wir hier gerade.

00:30:01: Also räumlichen Kontext?

00:30:04: Ist das eine Situationen der vielleicht andere Menschen dabei sind oder nicht dabei sind?

00:30:10: Gibt dieser Kontext, dieser Raum diese Rahmenbedingungen das her dass ich die Botschaft jetzt übermitteln kann?

00:30:15: Oder würde ich allein durch diesen Kontext ein Klammernraum und andere Personen

00:30:21: usw.,

00:30:23: die Botschafe verzehren?

00:30:25: Haben wir das Beziehungsgespräch gerade im Wohnzimmer oder haben wir das im Café?

00:30:29: Ja, genau.

00:30:30: Und dass das Klassische was viele kennen ist... ...dass man gewisse Dinge nicht vor anderen besprechen sollte.

00:30:39: Also im pflegirischen Kontext können wir das bitte nicht vor dem Patienten besprechen sondern vor den Zimmer oder können wir es bitte nicht... ...vor den Kollegen besprechen, sondern nur unter vier Augen also wenn's darum geht sozusagen Kritik zu äußern?

00:30:56: was ja durchaus wichtig ist, um in gewissen Situationen auch nicht falsch zu handeln.

00:31:01: Dann muss ich mich schon überlegen wie kann ich das jetzt so kommunizieren dass auf der einen Seite kein Fehler passiert?

00:31:07: Auf die anderen Seite aber auch derjenige sich nicht so angegriffen fühlt, dass er es nicht annehmen kann?

00:31:13: und deswegen ist der Kontext eine super wichtige ein super wichtiger Finger den ich mir einmal bewusst machen muss.

00:31:19: In welchem Kontext sind wir hier gerade unterwegs?

00:31:21: Kann ich das hier machen oder auch wieder wie gerade brauche ich ne Exit-Strategie Und die Exit-Strategie könnte halt heißen, wir besprechen das später in einer anderen Situation oder oder.

00:31:33: Und da hast du ja jetzt auch noch wieder diesen Punkt den wir da auch immer mit reinbringen... Die Abwägung auch mit der Dringlichkeit.

00:31:40: Also zu sagen, ist das hier gerade eine Situation?

00:31:42: Also kann ich mir das erlauben aus der Situation jetzt gerade rauszugehen.

00:31:46: oder ist es wirklich wichtig Akkutsituation und so was dass jetzt diese Botschaft gerade rüber kommt und nicht in Kauf nehmen muss, dass es nicht der richtige Kontext dafür ist aber die die Notwendigkeit der Botschaft hier gerade im Vordergrund stehen.

00:32:00: Und das zweite Kontext ist im Grunde welchen Kontext unserer Beziehungen oder welchen Context der Beziehung gibt es bereits?

00:32:10: Also was weiß ich eigentlich alles schon über den Kontext der anderen Personen?

00:32:16: Ich habe mich ja jetzt bei Biasis und Triggern mit mir selbst beschäftigt vor allem.

00:32:21: Und bei Kontext fange ich an, mich mit dem Anderen auch zu beschäftigen.

00:32:25: also in welcher Beziehung stehen wir zueinander?

00:32:28: welche Informationen habe ich über diese Person?

00:32:31: und genau das im Rahmen von Kontext erst mal.

00:32:37: Ich glaube wir können direkt schon zum vierten Finger weiterspringen.

00:32:40: Hausar, du möchtest noch was dazu sagen?

00:32:42: Ich würde auf jeden Fall gerne weil Du das gerade nochmal quasi nochmal so eine kleine Trennung noch mit reingebracht hast.

00:32:49: Dass wir sagen es ist Kontext ist also genau die ersten zwei Finger sind Was ist eigentlich mit mir und was bring ich hiermit rein?

00:32:55: Und Kontext is eben was ist mit der Umgebung aber eben auch mit den anderen Personen Also ein bisschen auch Biografiearbeit dass wir sagen was bringt der andere eigentlich für eine Hintergrund für eine Vorgeschichte mit?

00:33:06: Aber Der Hintergrund der Beziehung, also das hattest du ja jetzt auch nochmal als Aspekt eingeführt dass wir sagen wie stehen wir eigentlich zueinander was haben wir beide zusammen für eine Geschichte die auch diese Situation jetzt gerade mit beeinflussen kann.

00:33:19: Haben wir eventuell schon mal einen ähnlichen Konflikt gehabt was ja dann auch ein Einfluss darauf hat wie diese Situation interpretiert wird?

00:33:24: und das kann ja auch etwas sein wo wir sagen nur weil wir beide diese Beziehungen jetzt geführt haben Haben wir nicht alle informat... also die beide, die gleichen Informationen über den Kontext unserer Beziehung.

00:33:34: Es kann sein dass du etwas zwischen uns anders wahrgenommen hast in der Vergangenheit als ich was jetzt dieses Gespräch beeinflusst?

00:33:43: Ja genau absolut.

00:33:45: und dann springen wir direkt mal weiter auf den vierten Finger weil das was sich nicht weiß über den kontext Das ist ja eigentlich meine black box sozusagen.

00:33:58: Und die Frage ist ja, wie kann ich das jetzt bestmöglich noch irgendwie hinbekommen in dieser Situation zu verstehen?

00:34:05: Wie der andere sich fühlt.

00:34:08: Und wie mache ich das?

00:34:09: Das ist der vierte Finger mit dem Perspektivwechsel letzten Endes.

00:34:12: Also ich muss auch einmal Schritt Vier und mich versuchen in die Perspektive des anderen hineinzuversetzen.

00:34:18: Und da es ist ganz wichtig, Schritt Eins und Zwei vorher gecheckt zu haben.

00:34:22: Weil bevor ich mich an die Perspective des Anderen versetzen kann, Mit mir selbst im Reinen sein will ich es jetzt mal ein bisschen oberflächlich bezeichnen.

00:34:30: Schritt eins und zwei Ich muss geguckt haben, in welchem Kontext stehen wir hier eigentlich?

00:34:35: Welche Informationen habe ich bereits über uns um dann zu sagen, Schritt vier, ich stelle mir jetzt vor wie fühlt sich der andere?

00:34:46: Und dann kommen wir auch zu diesem Empathiethema dass wir in der letzten Folge schon mal hatten.

00:34:51: also Wie kann ich sozusagen fühlen Mitfühlen oder mehr, aber auch einfach rein Kognitive vorstellen.

00:34:58: Wie geht es dem anderen gerade mit dieser Situation?

00:35:00: Was wollte er vielleicht für eine Botschaft vermitteln die nicht ganz sauber rübergekommen ist?

00:35:05: möglicherweise Welche Trigger hat er vielleicht sozusagen?

00:35:10: was hat ihn vielleicht getriggert haben?

00:35:14: Und und also all das was ich vorher gemacht habe bei es trigger Kontext muss ich mir jetzt einmal durch einen Perspektivwechsel, durch seine Brille sozusagen.

00:35:23: Durch ihre Brille anschauen, bevor ich dann weiter machen kann.

00:35:29: Also Perspektivexel und das ist ein super schwieriges Thema weil da sind wir bei Empathie...

00:35:37: Da sind wir auch bei dem schönen Punkt dass du kannst nicht mit Perspektivenwechsel anfangen Weil Biases und Trigger deinen Perspektivwechsel ja blockieren.

00:35:47: Also wenn ich diesen Bias habe, dass ich davon ausgehe meine Weltwahrnehmung ist die richtige Und der andere sieht die welt genauso wie ich Dann komme ich halt dann kriege ich das auf gar keinen fall hin irgendwie mir vorzustellen Wie das bei dem angekommen ist weil ich mich einfach nur vorstelle Ich steh da noch mal und nehme die welt war und ich muss erst Mal meine bias checken dass sie sei nie.

00:36:05: Das geht alles durch diese filter durch und ich Muss mir erstmal vorstellen wie jemand denn wäre der diese ganzen nicht hat.

00:36:12: Und dafür muss ich mir ja erstmal bewusst machen, was ich eigentlich für Filter habe durch die das durchgeht, die ich mir nicht vorstellen kann jetzt an der Stelle und auf der anderen Seite eben auch mit dem Trigger in dem Moment wo ich emotional verletzt bin übertragte es ja auch auf den anderen dann sagt so dass hätte dich doch auch verletzst.

00:36:27: So ne vielleicht nicht!

00:36:29: Das kann ich mir aber nicht vorstellen wenn ich gerade voll in Hitze bin und das gar nicht übertragen kann.

00:36:34: Ja, absolut.

00:36:35: Also man macht das gleiche nochmal für den anderen sozusagen um sich so zu bewusst zu werden warum ist das passiert?

00:36:41: und so weiter?

00:36:42: Und auch das müssen wir natürlich trainieren.

00:36:45: Also trainieren etwas anders als vorher weil wir uns diesmal ja nicht mit dem selbst unbedingt beschäftigen.

00:36:52: Aber trainieren kann ich das ja... Das haben wir auch schon mal so eine Art von Beispiel genommen wie man das machen könnte indem ich mir einfach tagtäglich immer mal wieder Gedanken mache darüber ... andere Menschen etwas aus ihrer Perspektive wahrnehmen.

00:37:08: Dabei geht es ja gar nicht darum, dass wir jetzt in einem Austausch... ...in einem Gespräch sind sondern warum macht jemand so etwas?

00:37:14: Einfaches Beispiel das mit dem Autoverkehr.

00:37:16: Es ist prädestinierter für sich aufzuregen im Straßenverkehr.

00:37:23: In der Regel immer über die anderen und sich einfach jedes Mal wenn ich mich ärger zu überlegen, warum hat jemand vielleicht so gehandelt.

00:37:31: Und da immer vom positiven Auszugehen Und das jetzt einfach mal zu nutzen, um so etwas zu trainieren.

00:37:39: Um sich Möglichkeiten, Szenarien aufzubauen.

00:37:43: Wieso Menschen handeln?

00:37:46: Wie sie handeln, warum sie kommunizieren wie Sie kommunizierten.

00:37:49: und wenn ich das immer mal wieder mache dann kann ich da halt auch eine Haltung und eine Routine und Erfahrungen entwickeln und kann mir mögliche Szenarianen aufmachen warum jemand jetzt diese Art und Weise der Kommunikation genutzt hat.

00:38:01: Wir reden ja immer noch von einer Misskommunikation letzten Endes.

00:38:06: Also in einem extrem harmonischen Diskurs muss ich mir nicht jedes Mal diese offene Hand bewusst machen, weil da ist die ja schon offen.

00:38:17: wir reden ja davon dass die Hand geschlossen ist und das heißt Ich muss irgendwie trainieren mir Szenarien zurechtzulegen aufzumachen Option zu geben warum mich sozusagen mein mein Gegenüber in einem anderen Licht sehen kann, was durchaus positiver geprägt sein soll damit ich dann eine Kommunikationstechnik auswählen kann die zu einem Erfolg führen kann.

00:38:45: Ja und da ist mir gerade dieser Satz wieder zu eingefallen niemand hat das in seiner eigenen Geschichte.

00:38:51: der Bösewicht also dass wir alle unser Verhalten vor uns selbst rechtfertigen mit ganz seltenen Ausnahmen ja nicht eben der Böse in unserer eigenen Geschichte sein wollen und wir eben unsere Gründe haben, warum wir handeln wie wir handelen.

00:39:06: Und es ist super schwierig jemand anderen anzugucken, der uns gerade halt getriggert hat und wo grade wirklich die Faust zugeht und wir sind angespannt um dann zu sagen... Eventuell seine eigenen Gründe, warum das gerade passiert ist.

00:39:20: Es ist eventuell und es ist ja auch das was wir in Konfliktgesprächen immer haben wenn zwei Partner in einem Konflikgespräch versuchen die Ursache auszumachen da ist immer der andere der der angefangen hat.

00:39:31: Das ist immer irgendwas was der Andere gesagt hat was im Endeffekt der Auslöser war wo der sagt Nini du hast vorher schon so ein Nini Du hast vorher schon Und dann eben zu sagen ah okay Wenn der andere schon.

00:39:42: also wenn wir in einer Situation sind wo In vielen Fällen meine Faust zugeht, weil ich merke, oh der hat jetzt was gesagt, das irgendwie eventuell feinselig gemeint war.

00:39:53: Ist die Wahrscheinlichkeit dass ich vorher schon etwas gesagt habe was bei ihm unbewusst oder eben unbewusst für mich ein Trigger ausgelöst hat, eventuell schon vorhergegangen?

00:40:04: Ja und jetzt können wir vielleicht nochmal so eine Technik mit reinholen um zu gucken wie das nicht funktionieren kann, wenn wir nehmen einfach mal wieder Aktives zu hören ... da geht es ja auch darum, dass ich mal im Gegenüber zeige... ... das ich ihn richtig verstanden habe an einem Punkt.

00:40:21: Und wie will ich das machen?

00:40:24: Wenn ich

00:40:24: ihn nicht richtig verstand hab!

00:40:26: Ja wenn ich ihn wirklich verstand, dann bin ich mir nicht Optionen aufgemacht... ... was hat mich da beeinflusst?

00:40:30: und so weiter und so fort,... ...

00:40:31: d.h.,

00:40:31: ich werde immer aus meiner Perspektive agieren... ... und das ist wahrscheinlich nicht die gleiche... ...und da kommt's schon zu einem Problem, wenn ich diese Schritte vorher nicht durchgegangen bin.

00:40:42: Das heißt, die Technik... des Aktiven zuhören.

00:40:47: Wenn ich mir das nicht vorher intensiv trainiere, bewusst mache und so weiter würde daran scheitern dass ich mein Weltbild projeziere eine meine Art der Wahrnehmung projeziere.

00:40:58: Und die ist vermutlich einer andere manchmal nur seicht anders manchmal komplett anders aber wir haben ja alle unterschiedliche Wahrnehnungen auf Situationen.

00:41:09: Ja das ist ein sehr schönes Beispiel.

00:41:11: es geht eben genau darum.

00:41:12: ich bin in einer Situation.

00:41:13: Ich habe den ganzen die anderen vier Finger vorher nicht gemacht, ich fange direkt an mit mit aktiven zuhören.

00:41:19: dann stehe ich da der andere erzählt was und ich denke art aktivist zu hören heißt ich muss wiedergeben was der andere gerade gesagt hat und dann sage ich ja aus meiner perspektive quasi paraphrasiert das was der andere gerade gesagt hat um zu zeigen dass ich ihn verstanden habe.

00:41:34: und es geht eben genau wie du grade gesagt hast darum dass sich sage okay, der andre sagt etwas.

00:41:38: Ich mache ein Perspektivwechsel und versuche anhand dessen was der Andere grade gesagt hat nachzufühlen aus welchem emotionalen Zustand, aus welchen Bedürfnissen heraus er das gerade formuliert hat?

00:41:49: Und dann gehe ich wieder zurück und sage das macht jetzt das mit mir.

00:41:53: also so würde sich das für mich anfühlen.

00:41:55: was du gerade gesagt hast ist das das was was du auch gerade empfindest, beschreibt es das.

00:42:00: Und dann habe ich diese empathische Verbindung und das aktive Zuhören ist aber nur ein Ausdruck dessen, was sich vorher über den Perspektivwechsel gemacht hat.

00:42:09: Vielleicht ist es gar nicht die richtige Methode?

00:42:12: An der Stelle, ja.

00:42:12: Du

00:42:13: hattest ja eingangs gesagt, ich hab jetzt für aktives Zuhören probiert zum Beispiel.

00:42:16: Das ist ja auch eine Idee dass wir uns dann hinter mir überlegen, was ist jetzt die richtige Art und Weise diese Botschaft zu transportieren der beste Weg in dem Moment.

00:42:27: und vielleicht geht es tatsächlich eher darum, Gesichtswaren zu kommunizieren.

00:42:33: Und da ist der fünfte Finger?

00:42:34: Ja genau,

00:42:38: welche Technik verwende ich wenn ich das alles vorher gemacht habe um die Botschaft, ich hab meine Bayeris reflektiert.

00:42:45: Ich habe meine Trigger reguliert und den Kontext berücksichtigt und die Perspektive gewechselt.

00:42:51: Jetzt habe ich etwas, was ich sagen möchte.

00:42:53: Und jetzt ist die Frage wie vermittelig das jetzt möglichst empathisch wertschätzend Raum geben bewusst?

00:42:59: Genau!

00:42:59: Da haben wir ja schon festgestellt, dass Schöne an dieser Metapher der offenen Hand... Das ist eine Metaphr-That keeps on giving.

00:43:05: Wir finden immer neue Sachen wo sich das... Äh, metaphorisch.

00:43:11: Wenn ihr mal versucht eine Faust aufzumachen und später sind wenn ihr versucht den vierten Finger hochzunehmen funktioniert es fast gar nicht ohne gleichzeitig auch dem fünften Finger mit hoch zu nehmen.

00:43:21: also in dem Moment wo ich meine Haltung wirklich durchreflektiert habe kommt die Technik kommt die Art wie das kommuniziere schon fast von alleine.

00:43:30: Dann muss sich nur noch gucken dass ich aus meinem Repertoire was ich irgendwann mal gelernt hab dann noch die richtige Option wähle um das ganze denn zu vermitteln.

00:43:36: Ja genau Und wir sind uns ja auch einig darüber, dass das alles gute Techniken sind.

00:43:42: Es geht gar nicht darum jetzt zu sagen, dass aktives Zuhören nicht funktioniert eigentlich wenn man nicht auf eine Hand macht und so.

00:43:51: Das ist schon alles damit bedacht nur die... Uns ging es ja darum jemanden in die Lage zu versetzen diese Technik richtig auszugehen.

00:44:01: also welche Technik würde ich benutzen?

00:44:02: Wie muss ich mich vorher selber mit mir selbst beschäftigen um das dann vernünftig zu machen.

00:44:10: Also wir haben die Welt nicht neu erfunden, im Sinne von Kommunikationstechniken.

00:44:14: Wir haben aber gesagt, welchen Schritt muss ich eigentlich davor machen?

00:44:18: Das

00:44:19: funktionieren kann?

00:44:20: also was muss ich vorgelagert vor einer Kommunikationstechnik machen um die vernünftig anwenden zu können?

00:44:28: und ich glaube das ist das essentielle dabei und es ist auch schön mit dem was du gesagt hast der fünfte Finger kommt von allein gar nicht so richtig dass was wir ja auch ... vermitteln wollen diese Techniken, weil die gibt's alle schon.

00:44:41: Da gibt es wunderbare Ideen zu wie man das lernen kann und so weiter... Das kommt halt von ganz allein.

00:44:46: wenn ich mich vorher intensiv mit den anderen vier Fingern auseinandergesetzt habe.

00:44:51: Und ich glaube wenn wir uns in der Coaching-Szene umgucken Menschen die wirklich sich lange mit aktiven Zuhören und mit gewaltfreier Kommunikation beschäftigt haben und das auch unterrichten Die unterrichten die Haltung auch mit, also da ist auch die Idee hinter.

00:45:04: Es geht hier darum dass es ein Ausdruck einer Einstellung dahinter aber häufig bleibt dann eben nur das was wir in einem Konzept haben was wir handfest haben die drei Schritte in der gewaltfreien Kommunikation oder die jetzt beim aktiven Zuhören dieses, dass ich auf drei Ebenen Aktives zuhören machen kann.

00:45:22: Dann bleibt das halt nur noch hängen weil ich für das andere halt keine Checkliste quasi habe, die ich umsetzen kann.

00:45:28: und das ist das was die offene Hand jetzt quasi noch eben mit dazu macht, dass wir sagen ne du kannst hier nicht anfangen sondern du musst erst durch die anderen Finger durch und dann hast so eine Haltung mit der du die Technik entfalten kannst.

00:45:41: also es zwingt einen quasi da rein sich mit der Haltung voraus auseinanderzusetzen.

00:45:45: Ja, genau.

00:45:46: Und das ist halt auch nicht so ein Workshop-Tag und zack kann ich das.

00:45:50: Das haben wir auch gesehen mit denen die wir bereits gemacht haben.

00:45:52: es sind immer nur Teile also man... Es ist schon wirklich eine sehr intensive Auseinandersetzung Mit sich selbst und mit Themen wie Perspektivwechsel und Kontext um da reinzufinden.

00:46:03: Ich glaube dass es zeigt doch nochmal dieses Haltungsthemen einfach.

00:46:07: Ja weil's eben auch ganz viel Persönlichkeitsentwicklung ist Selbsterfahrung, Selbsterforschung.

00:46:11: Ja, das passiert nicht eben an einem Tag.

00:46:13: Sondern es ist etwas was im Prinzip eine Lebensaufgabe ist immer weiter zu reflektieren.

00:46:17: Was triggert mich?

00:46:18: Wo sind meine Biases?

00:46:20: wie kann ich mich in andere Personen reinversetzen?

00:46:22: ja ganz genau

00:46:25: Wunderbar Christoph.

00:46:27: wir sind am Ende

00:46:29: schon

00:46:30: Wir sind schon durch.

00:46:32: Hast du noch einen Schlusswort was du beitragen möchtest?

00:46:36: Ich glaube ich habe es gerade schon mal so angedeutet Es ist sozusagen ein langer Weg, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und diese vier Finger sozusagen zu lernen bevor ich sie anwenden kann.

00:46:50: Ich glaube das ist ein wichtiger Punkt dabei.

00:46:52: es geht nicht darum weil dass es ihr sind in einer Konfliktsituation in einer Situation in der ich eine Misskommunikation bestmöglich vermeiden möchte zu sagen oh meine Hand ist geschlossen.

00:47:06: Welche Styrolyte habe ich jemandem zugeschrieben?

00:47:08: Was triggert mich eigentlich ... welchem Kontext sind wir eigentlich unterwegs?

00:47:13: Und jetzt versetze ich mich nochmal in die Perspektive des anderen.

00:47:18: So, dann sind zwei Minuten vergangen bis ich antworten.

00:47:20: Da mache ich meine Augen auf und der andere schon nix weggegangen.

00:47:23: Also das Kratsch!

00:47:24: Und es ist uns beiden ja auch bewusst... dass wir hier nicht von etwas reden was man mal eben so aus der Tasche zaubern kann sozusagen sondern... dass es etwas ist womit ich mich intensiv auseinandersetzen kann.

00:47:36: Dass sich in so einer Situation routiniert intuitiv diese Dinge einfach anwenden kann.

00:47:44: Ja, sehr schön!

00:47:45: Und da sind wir aber eben auch an dem Punkt wo wir sagen bei den Auszubildenden kommt denn das?

00:47:49: ah jetzt muss ich muss lernen wie man Verbandswechsel macht und ich muss lerne wie mir der PEG mobilisiert und dass und dies und das.

00:47:55: und jetzt muss sich auch noch eine Kommunikationstechnik dazu lernen nur um mit Menschen zu reden.

00:48:01: Es geht ja aber eben mehr darum, dass wir sagen es geht darum diese Einstellung dahinter zu entwickeln.

00:48:05: Wie begegne ich eigentlich anderen Menschen und nicht nur im Pflegeberuf sondern generell wenn ich in die Welt rausgehe?

00:48:11: und ich benutze das nicht als Kommunikationstechnik um Konflikte zu vermeiden soll Ich benutzt das als Einstellung wie ich die Welt sehe Dass sich bei Menschen wenn sie mit mir in Interaktion treten erst mal gucken reagiere ich jetzt gerade aus irgendwelchen Effekten heraus oder kann ich mir überhaupt vorstellen von welcher Position der andere kommt?

00:48:31: die dadurch auch geprägt wird, wie wir alle miteinander umgehen.

00:48:34: Und daraus ergibt sich dann eben die Kommunikation.

00:48:37: Genau und deswegen sind wir ja auch Schritt für Schritt von Kommunikationspflegepersonen Pflegeempfänger Praxisanleiter Auszubildende jetzt zuletzt ja auch über Lehrer-Schülerbeziehungen hinaus in jederlei Beziehung, die das sozusagen fördern

00:48:56: kann gekommen.

00:48:57: Mensch sein

00:48:58: Ja Sehr schön.

00:48:59: Das ist ein schönes Schlusswort.

00:49:01: Gut, sehr schön!

00:49:02: Christoph vielen vielen Dank dass du wieder da warst.

00:49:05: Gerne.

00:49:06: So euch vielen dank fürs zuhören und dann sehen wir uns das nächste mal wieder bei.

00:49:12: jede Stimme zählt mit Isabella und mir wieder zurück alles klar falls ihr Fragen habt.

00:49:17: wie immer schreibt uns und wir gehen in die nächsten Folgen dann auf eure Kommentare rein so christoph.

00:49:24: ja schönes Wochenende bis dahin.

00:49:27: Das war.

00:49:29: Jede Stimme zählt.

00:49:30: Der Podcast rund um

00:49:31: emotionale Intelligenz und Wirkung.

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